Posts in: Flensburg Life

Fresh in Flensburg #10: Happy Places

Ich erkunde meine Umgebung, wie ein Roomba-Staubsauger es tun würde. Es ist die gleiche chaotische Methodik: ich laufe in eine Richtung, bis ich auf eine Barriere stoße (ein Wald, eine Sackgasse, eine Autobahn, eine Wand, etc.), drehe mich etwas um die eigene Achse und gehe weiter. D rollt zwar hin und wieder mit den Augen (liebevoll und so), wenn wir auf einem unserer Spaziergänge feststellen, dass wir überraschenderweise im Kreis gelaufen sind, aber *something something* Lernerfahrung.

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Fresh in Flensburg #9: Legenden

Seit die Menschen begannen, sich am Lagerfeuer Geschichten zu erzählen, gibt es auch Geschichten über die Mutigen und Wilden und Ungezähmten. Über die, die vom Meer aufgezogen und geformt wurden, die auf See alles wagten und oft viel dabei verloren haben. Mythen voller Tiefe und Geheimnisse, mit offensichtlichen Lehren für die Daheimgebliebenen, und versteckten Warnungen an diejenigen, die, inspiriert und verzaubert von den Legenden, den Mutigen nacheifern und sie überflügeln wollten.

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Fresh in Flensburg #8: Kunsthandwerk und Sommer

Pünktlich zum Pfingstwochenende kam die Sonne ganztägig raus, und das Gefühl von Sommer stellte sich über die letzten paar Tage ein. Überall gibt es Erdbeeren von umliegenden Höfen zu kaufen, die kurze Kleidung wird endgültig im Schrank nach vorn gerückt, und wie vermutlich fast überall in Europa finden in Schleswig-Holstein die ersten größeren Events und Märkte statt. In Ermangelung einer klaren Präferenz (alles ist noch neu!) haben wir uns heute für den Norddeutschen Kunsthandwerkermarkt in Süderschmedeby entschieden.

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Fresh in Flensburg #7: Kultur & Natur

Am Donnerstag startete nach zweijähriger Corona-Pause die diesjährige Rum-Regatta. Da ich bis Donnerstagvormittag auch keine Ahnung hatte, dass es das gibt und was es eigentlich ist, möchte ich Wikipedia zitieren: Die Rum-Regatta […] ist das größte Gaffelsegler-Treffen Nordeuropas. Seit 1980 treffen sich jedes Jahr immer am Wochenende nach Christi Himmelfahrt, weit über 100 teilnehmende Schiffe auf der Flensburger Innenförde zu einer Regatta, die jedoch eher an eine “unernste Geschwaderfahrt” erinnert.

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Fresh in Flensburg #6: Hier!

Der eigentliche Umzug war erstaunlich easy, von der zeitlichen Komponente einmal abgesehen. Am Montagmorgen um 7:30 Uhr standen die Männer vom Umzugsunternehmen auf der Matte, knapp vier Stunden später war all unsere Habe im LKW verstaut. Nach der Wohnungsübergabe verabschiedeten wir uns von den Nachbarn, sprangen ins Auto und starteten nordwärts. Die knapp 12 Stunden Fahrtzeit unterhielten wir uns mit, äh, sagen wir “vintage music” (Shoutout an 80s80s und 90s90s Hiphop & Rap im Stream!

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Fresh in Flensburg #5: T-2d

Die schönen “Wir sind dann erstmal nicht mehr in München”-Parties und -Gespräche liegen hinter uns. Die Stadt wird uns nicht fehlen, aber einige ihrer vielen Bewohner. Freunde: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️, would recommend. Große Straße in Flensburg, nahe Nordermarkt Sollten wir tatsächlich genau hier wohnen? … Nein. Nun sitzen wir inmitten einer überschaubaren Zahl an Umzugskisten und halb-demontierter Wohnungseinrichtung in dieser etwas seltsamen Limbo-Phase eines jeden Moves: noch nicht weg, aber nicht mehr wirklich hier, und auch noch nicht dort.

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Fresh in Flensburg #4: 12 Kisten

Überall stehen Boxen und Verpackungsmaterial herum, ein sicheres Zeichen dafür, dass die letzten zwei Wochen vor dem Umzugstermin angebrochen sind. Ich erinnere mich noch recht gut an unseren letzten Umzug vor ~16 Jahren. Unser Startpunkt an diesem Tag waren 65m², unser Ziel ein Haus. All unsere Habe verschwand in ca. 35 großen Umzugskartons, und am Abend vor dem Move waren wir ziemlich am Ende. Zum Glück hatten wir in weiser Voraussicht zum ersten Mal in unserem Leben ein Umzugsunternehmen gebucht (#adulting) — bei der Vorstellung, all die Möbel und Boxen selbst bewegen zu müssen, hätten wir uns an diesem Punkt sehr wahrscheinlich spontan gegen den Umzug und für’s Wieder-Auspacken entschieden.

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Fresh in Flensburg #3: Abschiede

Die große Abschiedsparty in der Firma war 1A, soviel sei gesagt. Für mich wurde gesungen, ich durfte rappen, es wurde gegrillt, niemand blieb durstig, die Stimmung war super. Suchbild mit Carlo Yeah, diese Herde wird mir fehlen. Nichtsdestotrotz: Abschied. Die Kulmination eines ziemlich intensiv-emotionalen Monats. Seit Montag habe ich meinen Schrank ausgeräumt und meinen Rollcontainer, diverse Accounts und “meine” Hardware abgegeben… hart. Und auch wenn ich diese Entscheidung wohlüberlegt und freiwillig gefällt habe — traurig darf ich trotzdem sein.

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Fresh in Flensburg #2: Leere Zimmer

Leere Zimmer sind selten wirklich leer, glaube ich. “Sie wirken halt leer, weil die Möglichkeiten, Chancen und Träume, die sie enthalten, unsichtbar sind." Dieser verdammt blumige Gedanke kam mir in den Sinn, als ich mich mit dem freundlichen Vermieter in unserer schönen, neuen Wohnung traf. Gut möglich, dass die neuen Schlüssel in meiner Hand ein contact high ausgelöst haben, das dieses Bild in meinem Kopf erzeugte, aber mir gefällt es.

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Fresh in Flensburg #1

Flensburg also. Der Wunsch, irgendwann vielleicht einmal im Hohen Norden der Republik zu wohnen, in Nähe des Meers, den hatte D schon, als wir uns kennenlernten, glaube ich. Jahreszahlen begannen damals mit “1”, ich fuhr einen halbwegs neuen Golf II, und mangelnde Lebenserfahrung glichen wir mit diesem freshen Dreisatz aus Hotness, Blauäugigkeit und dynamischem Auftreten aus, den man nur mit Anfang 20 erfolgreich hinbekommt. Hafenspitze Flensburg Die Hafenspitze wurde von der Flensburger Bürgerschaft im Jahr 1698 so benannt, weil sie den Hafen ziemlich spitze fand.

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